Ende der Homeoffice-Pflicht – Tipps für die Rückkehr ins „normale“ Leben

Zum 30.06.2021 endet die Homeoffice-Pflicht, d.h. Arbeitgeber müssen ihre Beschäftigten ab dann nicht mehr, dort wo möglich, im Homeoffice arbeiten lassen. Unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen, wie z.B. Testangebote, steht nun also für einen Großteil von uns zumindest teilweise die Rückkehr ins „normale“ Arbeitsleben bevor. Doch was bedeutet das eigentlich und auf was sollten Arbeitgeber und solltet Ihr achten, damit dieser Neustart gut verläuft?

Schon seit einiger Zeit höre ich in Gesprächen mit meinem Umfeld immer wieder Aussagen wie folgende: „Ich bin wirklich froh, dass das nun einem Ende entgegen geht. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie lange wir das mit Homeschooling, Homeoffice, geschlossenen Freizeiteinrichtungen usw. als Familie noch ausgehalten hätten. Aber ich mache mir schon ein wenig Sorgen, ob sich jetzt bei Rückkehr zum normalen Leben nicht doch irgendwie ein Zusammenbruch ankündigt. Ich fühle mich schon ziemlich ausgebrannt.“

Stelle Dir vielleicht zunächst einmal die Frage, ob Du wirklich das Hamsterrad komplett auf Anfang März 2020 zurückdrehen möchtest? Diese intensive Zeit, die uns kollektiv gezeigt hat, dass und wie verwundbar wir sind, hat bei allen Spuren hinterlassen. Die wenigsten sind noch die, die sie damals waren. Die durch die Pandemie erzwungene gesellschaftliche und individuelle Entschleunigung, das Verzichten auf scheinbar Selbstverständliches, gesundheitliche und wirtschaftliche Ängste und Verluste, all das hat seelische Wunden erzeugt und wird noch lange nachwirken. Das momentan zu beobachtende Phänomen der Verdrängung und des nicht Wahrhaben-Wollens in Form eines exzessiven Abtauchens in „neue alte“ Freiheiten wird dagegen nicht dauerhaft helfen. Tiefgreifende Lebensereignisse, mit denen wir uns nicht auseinandersetzen, werden irgendwann wieder ihre Bearbeitung fordern und dann droht möglicherweise wirklich ein Burnout.

Schauen wir uns doch mal an, was da eigentlich passiert, wenn nun Beschäftigte, die nun teilweise über ein Jahr remote gearbeitet haben, an die Arbeitsplätze zurückkehren.

Wir sind es oftmals nicht mehr gewohnt, teilweise längere Pendelzeiten zwischen Wohnort und Arbeitsplatz zurückzulegen. Plötzlich fallen wieder unproduktive Zeiten im stockenden Berufsverkehr oder gar Stau an – und die Spritpreise treiben einem zusätzlich die Tränen in die Augen.

Wir haben uns in der Zeit im Homeoffice bisweilen gänzlich andere Arbeitsrhythmen angeeignet, als sie im Büro so üblich sind. Bedingt durch geschlossene Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen haben manche ihre Arbeitszeiten aufgeteilt und schwerpunktmäßig z.B. frühmorgens oder abends gearbeitet. Nun soll sich das in den klassischen Bürojobs wieder im Zeitfenster von 09:00 bis 17:00 Uhr abspielen – unser Rhythmus und unsere Konzentration ist aber nicht mehr auf diese Arbeitsbedingungen eingestellt.

Bei allem verständlichen Bedürfnis nach Wiederaufnahme direkter persönlicher Kontakte – auch hier ist zu bedenken, dass wir auch das zumindest in der einstigen Masse und Selbstverständlichkeit nicht mehr gewöhnt sind. Wir sind vielleicht auch nicht mehr so offen für den alleroberflächlisten Smalltalk und insgesamt empfindlicher. Dazu kommen große gesellschaftlichen Gräben, die in der Zwischenzeit aufgebrochen sind und nun an den Arbeitsplätzen spürbar werden können.

Meine Tipps für die Rückkehr an den Arbeitsplatz

  • Rechne damit, dass Du Dich zunächst wieder an einen typischen Arbeitstag im Büro gewöhnen musst. Hattest Du zuhause oft Unterbrechungen durch z.B. Kids, die im Homeschooling Unterstützung brauchten oder warst aus technischen Kapazitätsgründen zeitweise eingeschränkt, so hast Du plötzlich wieder lange Zeit am Stück für konzentriertes Arbeiten. Allerdings hast Du die Konzentrationsspanne nicht mehr. Gönne Dir daher regelmäßig kurze Pausen und auch eine anständige Mittagspause.
  • Viele haben sich während der langen Lockdowns mehr Bewegung angewöhnt. Behalte dies unbedingt bei und integriere weiterhin Bewegung in Deinen Alltag. Sieh dies als feste Termine mit Dir selbst.
  • Vielleicht bietet der Neustart Gelegenheit auch Dein Mobilitätsverhalten zu überdenken. Gerade durch Deine vielleicht gesteigerte Fitness könnte es jetzt angesagt sein, den Arbeitsweg mal mit dem Rad oder zumindest zu größeren Stücken zu Fuß zurückzulegen.
  • Wenn Dein Arbeitgeber Dir die Möglichkeit bietet, nutze weiterhin, wenn auch nur in abgespeckten Rahmen, das Homeoffice. Gerade konzeptionelle Tätigkeiten, die längeres, konzentriertes Durcharbeiten an einem Thema benötigen, eignen sich dafür.
  • Die plötzlich wieder massiv zunehmenden Sozialkontakte können auch Stress bedeuten. Achte darauf, dass es Dir nicht zu viel wird. Jeder hat seine eigenen Erlebnisse und auch seinen eigenen Umgang damit; die einen haben ein großes Bedürfnis darüber zu sprechen, andere können gerade nichts mehr zum Thema Corona hören. Respektiere Deine Grenzen diesbezüglich, indem Du Dich freundlich, aber konsequent abgrenzt, wenn Gespräche Dir zu viel werden oder einfach auch in eine Richtung gehen, die Du nicht mitgehen möchtest. Respektiere auch Du die Grenzen, die andere Dir aufzeigen.
  • Sorge auch privat dafür, dass Du wieder Deine Freiräume für Dich bekommst. Die Öffnungen bieten Gelegenheit, dass gerade für Familien wieder Entspannung realistisch wird und alle wieder Zeit für sich bekommen. Nimm Deine Hobbies wieder auf oder fange mit neuen an.
  • Sieh nicht nur mit Verbitterung oder Frust auf die vergangene Zeit – versuche etwas zu finden, was daran auch gut war. Bis zu einer bestimmten Grenze war es durchaus eine intensive Zeit im positiven Sinne für Familien, von der Ihr noch den nachfolgenden Generationen erzählen werdet. Du hast vielleicht etwas gemacht oder gelernt, für das vorher nie Zeit war.
  • Vielleicht hast Du notgedrungen Deinen Perfektionismus reduziert und gelernt, mal 5e grade sein zu lassen – versuche Dir das zu erhalten!

Tipps für Führungskräfte

  • War die plötzliche Umstellung auf virtuelles Arbeiten im Team eine besondere Anforderung an Dich und Deine Führungsaufgabe, so stehst Du nun vor der nächsten Herausforderung, nämlich der Gestaltung der Zukunft Deines Bereiches nach Corona.
  • Deine Teammitglieder kennen sich seit einiger Zeit vielleicht nur noch vom Bildschirm. Die erste Zeit des persönlichen Wiederaufeinandertreffens wird daher besonders vom Wunsch nach Austausch und sozialen Kontakten geprägt sein. Gib diesem Bedürfnis Raum – am besten aber in irgendeiner strukturierten Form. So bieten sich z.B. Teamtage und Workshops an, in denen bewusst auch Zeit für den Austausch über die eigenen Erlebnisse während der Jahrhundertpandemie zur Verfügung steht. Ansonsten können Themen wie „Wie wollen wir künftig miteinander arbeiten?“ etc. auf der Agenda stehen.
  • Richte Dich auf zwischenmenschliche Spannungen ein und dass Du ggf. als Mediator gebraucht wirst. Hole Dir bei Bedarf Hilfe bzw. rege im Unternehmen insgesamt an, dass Führungskräfte Unterstützung bekommen. Auch sie haben viel zu verarbeiten und sollen dabei noch eine Stütze für ihr Team sein.
  • Versuche dort wo möglich, den Beschäftigten zumindest (halb)tageweise weiterhin die Möglichkeit zu geben, von zuhause aus zu arbeiten. Viele Unternehmen planen ohnehin die diesbezüglichen Regelungen zu modernisieren. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland nicht zusammenbricht, weil die Vorgesetzten der Republik nicht minutiös ein Auge auf ihre Mitarbeiter*innen haben können.
  • Bedenke Deine Vorbild-Rolle als Führungskraft – Dein Umgang mit dem Geschehenen und Deine Art, die Zukunft anzugehen, kann auch Deinem Team hilfreich sein.

Wenn diese Krise für irgendetwas gut gewesen sein soll, dann auf jeden Fall für den dringend nötigen Aufbruch in unserer Arbeitskultur, der Digitalisierung und der gnadenlosen Offenbarung eines dringend reformbedürftigen Bildungssystems. Versuchen wir nun, die zwangsweise etablierten neuen Möglichkeiten in Zukunft sinnvoll zu nutzen und insgesamt innovativer zu sein. Schon erschreckend, dass es für solche dringend nötigen Entwicklungen eine weltumspannende Pandemie brauchte.

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine gute Rückkehr an die Arbeitsplätze. Achtet auf Euch, achtet auf Euch gegenseitig und seid bestrebt aus der Zeit „nach Corona“ nicht einfach ein „wir machen weiter wie vorher“ werden zu lassen. Dafür bietet diese außergewöhnliche Zäsur zu viele Chancen auf einen persönlichen und gesellschaftlichen Neuanfang.

Power-Frauen von nebenan gesucht

Liebe Community,

für ein Projekt zur Sichtbarmachung von Frauen und ihren grandiosen Leistungen, Fähigkeiten, Ideen, Businesses etc. suche ich Power-Frauen von nebenan. Was genau daraus wird, das hängt auch von Euch ab, aber auf jeden Fall schon mal ein super Netzwerk. Des weiteren würde ich Euch gerne interviewen, vielleicht einen Podcast starten oder kleine Videosessions. Vielleicht schreiben wir zusammen auch ein Buch? Alles so, wie es sich mit Euch ergibt, wobei Ihr Euch wohlfühlt und was Sinn macht. Die Frauen, die ich suche, haben ein großes Identifikationspotential für jede von uns, vollbringen unbeachtet der Öffentlichkeit erstaunliche Leistungen, egal ob Du als alleinerziehende Mutter die Corona-Pandemie durchgestanden oder Dein Herzensbusiness aufgebaut hast, ehrenamtlich beeindruckenden Einsatz vollbringst oder nach einem schweren Schicksalsschlag den Boden unter den Füßen nicht verloren hast. Mir geht es darum, anderen Frauen Mut zu machen und sie zu inspirieren. Du fühlst Dich angesprochen? Okay, das ist super! Bisschen Mut braucht es halt, aber den hast DU:) Ich freue ich mich auf Deine Kontaktaufnahme!

Mein Coaching-Konzept Teil IV

Nachdem die Hitze der letzten Tage meine Produktivität ziemlich gedrosselt hat, möchte ich Euch nun endlich den letzten Teil meines Coaching-Konzeptes liefern.

Nach der Beschreibung meines konkreten Angebotes für Dich erhältst Du noch ein paar Informationen zu meiner Haltung und meinem Menschenbild als Coach.

Doch zunächst mal

Mein konkretes Angebot für Dich

Job Coaching

Als Wirtschaftspsychologin haben es mir vor allem die Bereiche Eignungsdiagnostik & Personalentwicklung, Führungspsychologie und das Management von Veränderungsprozessen angetan.

Passgenaue Personalauswahl und optimaler Einsatz sind nicht nur für Unternehmen wichtige Faktoren, sondern vor allem für die Beschäftigten. Erst wenn wir uns am richtigen (Arbeits-)Platz angekommen fühlen, unsere Stärken einbringen und unsere Potentiale ausschöpfen können, das Gefühl haben, einen wichtigen Beitrag zu leisten und gebraucht zu werden, liefern wir dem Unternehmen, aber auch uns selbst den größten Mehrwert.

Damit auch Du Deinen Traumjob findest, unterstütze ich Dich gerne bei Berufs-/Studienwahl, Bewerbungsprozessen, Berufseinstieg oder ggf. Wiedereinstieg nach Familienphasen, Überlegungen zu Weiterbildungen oder auch komplexen Überlegungen zur beruflichen Neuausrichtung.

Neben der Stimmigkeit zwischen Qualifikation und Arbeitsinhalten spielt in allen Instrumenten zur Erhebung der Arbeitszufriedenheit immer auch die Zufriedenheit mit der Führung(skraft) eine zentrale Rolle. Dabei finde ich insbesondere Untersuchungen zu weiblichen Führungskräften sehr spannend, insbesondere was bestimmte Persönlichkeitseigenschaften im Vergleich zu den männlichen Kollegen betrifft. Interessante Einblicke dazu gibt es z.B. hier: https://www.forschung-und-lehre.de/karriere/starke-dunkle-triade-170/.

Als Job Coach begleite ich Dich gerne, wenn Du Dich als Frau auf eine Führungsposition vorbereiten möchtest, seit kurzen Chefin bist oder aber auch, wenn Du als Vorgesetzte akut Herausforderungen zu bewältigen hast, wie z.B. Konflikte oder Performance-Themen. Dabei ist mir ein ganzheitlicher Blick auf die Situation wichtig, weil Führungsthemen in der Regel Rollen- und Identitätsthemen sind und Grundlage immer erst ist, sich selbst führen zu können, bevor ich authentisch andere Menschen führen kann.

Zuletzt finde ich Veränderungsprozesse äußerst spannend und beschäftigte mich daher schon seit längerem mit den psychologischen Aspekten von Change Management. Umstrukturierungen, Personalfreisetzungen, neue IT-Systeme, neue Kolleg*innen – vieles ist geeignet, ein bestehendes System ins Wanken zu bringen und als Führungskraft auf bisweilen massive Widerstände zu stoßen.

In einem Change Coaching beleuchten wir zusammen die Veränderung, die Du im Job zu managen hast, erarbeiten und trainieren Maßnahmen, damit solche Kernherausforderungen des Managements leichter und mit weniger Reibung über die Bühne gehen. Ich schreibe bewusst „leichter“ und „mit weniger Reibung“, weil es immer Spannungen in solchen Phasen geben wird. Daher beleuchten wir insbesondere den Umgang mit Widerständen – es hilft übrigens, diese erstmal dankbar anzunehmen, denn Widerstand ist Energie. Zwar noch nicht in die gewünschte Richtung, aber es zeigt, es ist Leben da;) Mehr Gedanken würde ich mir machen, wenn keine Regung mehr aus dem Team kommt. Zentrales Thema bei Change-Prozessen ist Kommunikation.

Life Coaching

Neben den beschriebenen Einsatzmöglichkeiten eines Job Coachings bei mir, gibt es einige Coaching-Anlässe, die zwar auch Auswirkungen auf unser berufliches Leben haben können, die aber in der Regel erst durch Anforderungen aus dem privaten Bereich zutage treten. Dies sind vor allem Empfindungen der allgemeinen Überforderung, alles ist zu viel, man fühlt sich, als ob man „gelebt“ werde, gerät immer wieder in dieselben Situationen, z.B. Konflikte, kann nicht nein sagen etc.

Ursache sind sehr oft negative Glaubenssätze, die wir sprichwörtlich mit der Muttermilch aufgesogen, d.h. seit der Kindheit im Gepäck haben. Dies zu allem Überfluss natürlich auch noch unbewusst. Die Bewusstmachung eines begrenzenden Mind Sets und Aufbau förderlicher Denkmuster hilft, bestimmte Themen zu durchbrechen und die Kräfte freizusetzen, die eigentlich in uns schlummert. Auch die Analyse und Anpassung Deines Kommunikationsverhaltens kann dazu führen, dass Du wieder in Balance kommst. Gerne helfe ich Dir dabei als Life Coach.

Zielgruppe Frauen

Warum richte ich mich eigentlich gezielt an Frauen? Nun, erstens bin ich selbst eine, ich bin Mutter einer Teenie-Tochter und eigentlich schon immer in beruflichen Kontexten mit einem – zumindest an der Basis – hohen Frauenanteil unterwegs gewesen. Ich sage „zumindest an der Basis“, weil es beim Blick auf die untersten Führungsebenen immer schon ganz anders aussah, da waren dann Männer überproportional vertreten. Das wirft natürlich Fragen auf. Ausgehend davon, dass in der Grundgesamtheit mindestens genauso viele qualifizierte Frauen wie Männer sind, warum zeigt sich das dann in den Führungsetagen nicht mehr? Schnell ist man dann mit der „gläsernen Decke“ dabei und die gibt es sicherlich bis heute. Mir ist das allerdings im Jahr 2021 als Erklärung zu wenig und zu schwach, weil ich denke, dass der Nutzen von gemischten Führungsteams mittlerweile kein Geheimwissen mehr ist.

Aus meiner Sicht ergreifen immer noch zu viele Frauen, die mittlerweile bestehenden Chancen einfach nicht, d.h. sie nehmen sich nicht ein großes Stück vom Kuchen, sondern immer nur die Reste, im Zweifel die Krümel. Fragen immer erst, ob jemand anderes vielleicht noch was will. Von daher möchte ich (junge) Frauen ermutigen, ihr Ding zu machen, man nennt das auch Empowerment. Dazu gehört für mich, auf die eigenen inneren Stimmen zu hören, den eigenen Weg zu gehen und nicht ein Leben zu leben, das andere für einen gestalten. Leider wirken immer noch immens viele Stereotype in uns, die sich auch beim Einfluss der Eltern auf die Berufswahl unseres Nachwuchses zeigen. Noch immer kommen bei solchen Weichenstellungen Kommentare wie „geht das auch mit Familie“? Ja, aber komischerweise immer noch bevorzugt bei den Mädels. Welcher Bub wird so was ernsthaft gefragt? Ich lasse mich da gerne belehren – also bitte melden, wenn Ihr andere Beispiele kennt.

Ein schönes, aus meiner Sicht haarsträubendes Beispiel zum Thema geschlechterbezogene Stereotypen aus dem Jahr 2018 findet sich übrigens hier https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/geschlechterklischees-im-ethikunterricht-in-sachsen-anhalt-15418504.html

So, das war doch nun einiges zu meinem konkreten Angebot für Dich. Bei Fragen freue ich mich über Deine Kontaktaufnahme. Nun zu guter Letzt aber noch einige abschließende Worte:

Meine Haltung und mein Menschenbild als Coach

Wenn man als Coach arbeiten möchte, ist es unabdingbar, erstmal mit sich selbst zu klären, wie man eigentlich den Mitmenschen gegenüber so eingestellt ist und was man im Großen und Ganzen so über dieses Leben denkt. Überhaupt bin ich ein sehr selbst reflektierender Mensch und ich denke, Selbstreflexion hat ohnehin nie ein Ende, da wir uns stetig in Entwicklung befinden.

Eines vorweg – ich gehöre nicht zu denen, die glauben, ALLES ist möglich, also ich gehöre nicht zur CHACKACHACKA-Fraktion. Ich werde keine Astronautin mehr – das schmerzt mich aber überhaupt nicht, weil ich das nicht anstrebe und nie getan habe. Ich werde auch keine Olympia-Einzelmedaille mehr im Dressurreiten gewinnen, das wäre tatsächlich ein Kindheitstraum gewesen, aber auch das lässt mich nicht als Versagerin fühlen.

Aber definitiv bin ich der Meinung, dass viel mehr möglich ist, als wir gerne glauben und uns vor allem von unserem Umfeld suggeriert wird. Insofern, wenn Du wachsen willst, umgib‘ Dich in erster Linie mit inspirierenden Menschen, die das Beste bei Dir befördern, von denen Du lernen kannst und lasse Energieräuber*innen hinter Dir. Sei selbst Inspiration für andere.

Mit was ich gar nicht klarkomme, sind Menschen, die beständig mit einer Opferhaltung durchs Leben gehen. Die nie auch nur im Ansatz selbst daran schuld sind, was ihnen im Leben so passiert. Immer sind es andere, die Umstände, das Schicksal etc. In der Regel wollen sie ernstzunehmende Veränderungen bei sich selbst auch gar nicht, weil das anstrengend ist. Ja, Wachstum/Entwicklung bedeutet Schmerz. Muskelkater ist das beste Beispiel dafür. Und es ist eben nicht jeder gewillt, diesen Schmerz auf sich zu nehmen. Dann ist es aber nur fair, sich einzugestehen, dass man einfach zu bequem ist und die anderen nicht mit der Story vom Pferd zu behelligen, warum was einfach alles nicht geht. Solltest Du also ein Coaching bei mir in Betracht ziehen, so checke das doch bitte vorher bei Dir – willst Du wirklich arbeiten? Ansonsten klappt das einfach nicht.

Letztendlich glaube ich, dass der Mensch prinzipiell frei und selbstbestimmt ist. Und niemand hat das Recht einen anderen in dieser Freiheit und Selbstbestimmtheit einzugrenzen.

Da ich ohnehin ein sehr freiheitsliebender Mensch bin, kommen bei mir ganz ungute Gefühle auf, wenn ich dahingehend übergriffiges Verhalten beobachte. Wenn Dein Sohn Balletttänzer werden will, ist Dein Job nichts anderes, als ihn bei der nächsten Ballettschule anzumelden. Und wenn Deine Tochter nicht in dritter Generation das Familienunternehmen übernehmen, sondern Tischlerin werden will, dann ist das so.

Jeder Mensch hat ein Entwicklungsbedürfnis, d.h. im Laufe des Lebens zu wachsen, auf welchen Gebieten auch immer. Unsere Entwicklung hört auch nicht irgendwann in den 20ern auf, wie man manchmal vielleicht so denkt, tatsächlich entwickeln wir uns alle bis in das hohe Alter und auch unsere Persönlichkeit ist, obwohl mit vielen Prädispositionen ausgestattet, nicht in Stein gemeißelt.

Da ich mich sehr gerne durch spannende, open-minded Menschen inspirieren lasse, gerne aktiv zuhöre, eine Mordsfreude empfinde, wenn jemand durch mich klarer sieht und wieder Schwung bekommt, ist das Coaching-Business für mich einfach das Richtige.

Damit möchte ich nun gerne die Vorstellung meines Coaching-Konzeptes beenden. Ich hoffe, Ihr habt einen guten Einblick bekommen! An dieser Stelle wünsche ich ein schönes Wochenende, ich hoffe, Ihr findet alle schöne, schattige Plätzchen und könnt es Euch gut gehen lassen!

Ganz und gar man selbst zu sein, kann schon einigen Mut erfordern.

Sophia Loren

Mein Coaching-Konzept Teil III

Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Coaching

Damit ein Coaching bei mir für Dich zu einem merklichen Erfolg wird, sind neben meinem engagierten Einsatz für Dich und Dein Anliegen einige Punkte zu beachten.

Das Wichtigste zuerst – Du bist grundlegend psychisch gesund! Ein Coaching ist kein Ersatz für eine Therapie bei klinisch relevanten psychischen Beeinträchtigungen, diese gehören in die Hände entsprechend ausgebildeter Fachkräfte aus der klinischen Psychologie, Psychotherapie oder Psychiatrie.

Weiterhin tragen folgende Faktoren zu einem guten Gelingen des Coachings bei:

Freiwilligkeit/Motivation

Du absolvierst das Coaching freiwillig, aus eigenem Antrieb. Selbstverständlich freut es mich, wenn Du auf Empfehlung anderer meine Dienste in Anspruch nimmst, dennoch liegt die Entscheidung, Dich coachen zu lassen allein bei Dir. Wenn Du nicht bereit bist oder Dir nichts davon versprichst, werden wir nichts zustande bringen. Beachte dies insbesondere, wenn Dir z.B. von Deinem Unternehmen die Teilnahme an einem Coaching empfohlen wird. Deine innere Haltung dazu ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Du bist also motiviert, bereit intensiv zu arbeiten, fühlst Dich selbstbestimmt, übernimmst Verantwortung für Dein Leben und befindest Dich nicht in einer Opfer-Haltung.

Offene und transparente Kommunikation

Wir kommunizieren offen und wertschätzend auf Augenhöhe. Mir ist eine freundliche, entspannte Atmosphäre sehr wichtig. Sollte Dir etwas unklar sein oder Unbehagen bereiten, sprichst Du das schnellstmöglich und konkret an, damit ich mir Gedanken machen kann, wie Abhilfe aussehen könnte. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, kannst Du Dich selbstverständlich auf meine absolute Vertraulichkeit verlassen.

Die von mir eingesetzten Methoden im Coaching lege Dir gegenüber offen, d.h. ich erkläre Dir, warum ich welches Werkzeug einsetze. Das hat auch den Grund, dass Du Dir in Zukunft bei ähnlichen Anlässen selbst helfen, d.h. Dich selbst coachen kannst. Wenn Du dann weißt, welche Analyse-, Reflektions-, Planungs- oder Auswertungsinstrumente Dir damals im Coaching geholfen haben, kannst Du bei ähnlicher Sachlage wieder darauf zurückgreifen.

Strukturierter Prozess

Als Coach übernehme ich die Verantwortung für den gesamten Coaching-Prozess, d.h. ich plane die Sitzungen methodisch, schlage sinnvolle Zeitintervalle vor und sorge für eine Dokumentation der wichtigsten Ergebnisse aus den Sitzungen. Inhaltlich geht es in den Sitzungen dagegen rein um Dich. Eine Coaching-Sitzung dauert in der Regel 90 Minuten, wobei ich nicht auf die Stechuhr schaue, wenn wir uns da gerade in einen spannenden Punkt vertieft haben. Die Anzahl der Sitzungen variiert je nach Deinem gebuchten Coaching-Paket (3 oder 6 Sitzungen). Die Abstände zwischen den Sitzungen sollten dem Thema angepasst sein. Wenn Du z.B. eine etwas komplexere Verhaltensänderung anstrebst, kann es sinnvoll sein, die Abstände zwischen den Sitzungen sukzessive auszudehnen. Brauchst Du ein zeitlich straffes Bewerbungscoaching, weil die Bewerbungsfrist für Deine Traumstelle naht, halten wir die Abstände kurz. Doch dazu morgen mehr, wenn ich meine Coaching-Pakete genauer vorstelle.

Bis dahin – ich wünsche einen kühlen Abend!

Mein Coaching-Konzept Teil II

Wie arbeite ich? Methoden und Wirkungszusammenhänge

Nachdem ich gestern zunächst mein Coaching-Verständnis vorgestellt habe, möchte ich Euch heute mal aufzeigen, wie ich arbeite und was in einem Coaching bei mir so passiert. Ein Coaching hat üblicherweise folgenden Ablauf:

  1. Kontaktaufnahme/Erstgespräch: In einem kostenlosen Erstgespräch (telefonisch oder als Online-Meeting möglich) lernen wir uns etwas kennen und Du schilderst mir Dein Anliegen. Zentrales Ziel dieses Erstgespräches ist es, herauszufinden, ob ich die Richtige für Deine Fragestellung bin und ob die Chemie zwischen uns stimmt, denn das ist unabdingbar für eine erfolgreiche Intervention. Auch skizziere ich kurz einen möglichen Arbeitsplan, wobei mir immer daran gelegen ist, Dir zielstrebig und nachhaltig Unterstützung zu bieten. Nach dem Erstkontakt geben wir uns beide eine kurze Bedenkzeit von 1-2 Tagen, damit jede für sich klären kann, ob Interesse an einer Zusammenarbeit besteht.
  2. Sollten wir uns für eine Zusammenarbeit entscheiden, erhältst Du im nächsten Schritt einen Fragebogen, der mir dabei hilft, mich möglichst gezielt auf unsere erste Sitzung vorzubereiten. Mittels dieser Vorab-Informationen können wir noch bei der ersten Sitzung nach der Analyse der Ist-Situation übergehen zu Deinen Zielen, den Herausforderungen und möglichen Maßnahmen.
  3. Die Sitzungen 2-5 sind je nach Coaching-Paket Arbeitssitzungen, bei denen ich Dich dabei begleite, für Dich stimmige Lösungen zu finden, Maßnahmen zu entwickeln und im geschützten Rahmen auch bereits auszuprobieren, z.B. das Führen eines herausfordernden Gesprächs im beruflichen oder privaten Kontext.
  4. In der Abschlusssitzung schließen wir gemeinsam den Kreis ausgehend von der Ist-Situation, klären offene Fragen und den Umgang mit potentiellen Störfaktoren, die Dich davon abhalten könnten, Deine im Coaching erarbeiteten Ergebnisse nachhaltig in die Tat umzusetzen.
  5. Nach Abschluss des Coachings bitte ich Dich um eine Evaluation unserer Zusammenarbeit in Form eines weiteren Fragebogens, damit auch ich mich für meine künftigen Klientinnen stets weiterentwickeln kann.

Welche Methoden setze ich ein?

Wie bereits im Beitrag zu meinem Coaching-Verständnis dargelegt, sehe ich Coaching als Hilfe zur Selbsthilfe. Dementsprechend greife ich auf bewährte Vorgehensweisen und Instrumente zurück, die Dir dabei helfen, Zugang zu Deinen eigenen Ressourcen zu finden, DEINE Vision und DEINE Ziele zu entwickeln. Die Nachhaltigkeit von Veränderungen steht und fällt einfach mit Deiner persönlichen Identifikation.

Grundlegende Methode ist bei mir eine bewusste Gesprächsführung, die insbesondere aus aktivem Zuhören und konstruktiven Fragen besteht. Durch regelmäßiges Zusammenfassen stellen wir sicher, dass ich Dein Anliegen und Deine Empfindungen aus Deiner Sicht korrekt verstehe. Zusätzlich können Techniken wie Spiegeln oder die Anleitung zum Perspektivwechsel sehr gewinnbringend sein. Gerade der Perspektivwechsel führt oft zu spannenden Erkenntnissen und erweitert die individuelle Sicht und damit das Spektrum an Handlungsoptionen. Eine wertschätzende, offene Kommunikation auf Augenhöhe ist mir dabei äußerst wichtig, selbstverständlich bei maximaler Vertraulichkeit.

Je nach Fragestellungen kommen viele weitere Methoden in Betracht; insgesamt arbeite ich bevorzugt mit Visualisierungen und auch mit Niederschriften, d.h. Du schreibst Dinge einfach auch mal nieder, z.B. als „Hausaufgabe“ zwischen den Sitzungen oder ich visualisiere während unserer Sitzungen. Auf diese Art und Weise durchdringt man Sachverhalte einfach wesentlich gründlicher, als wenn man nur darüber spricht. Dinge schwarz auf weiß haben eine andere Verbindlichkeit, gerade wenn Verhaltensänderungen angestrebt sind.

Bei „diffusen“ Lagen, bei denen zunächst nur klar ist, dass irgendwie ein Schuh drückt, aber nicht welcher und wo, arbeite ich gerne mit Identitätsmodellen. Diese basieren auf der Annahme, dass unsere Identität aus verschiedenen Bereichen besteht, die idealerweise in einem Gleichgewicht ausgependelt sind. Länger andauernde Vernachlässigung einzelner oder auch mehrerer Identitätsbereiche führt dann zu Disharmonien und Überlastungsreaktionen. In solchen Fällen gehen wir Schritt für Schritt die Identitätsbereiche durch und schauen, wie Du wieder ein Gleichgewicht herstellen kann. Aus den Identitätsbereichen ergeben sich auch die klassischen Rollenkonflikte, denen wir im Leben so ausgesetzt sein könnten. Ein klassisches Beispiel für eine solche Situation, die gut mittels eines Coachings bearbeitet werden kann, ist die erstmalige Beförderung zur Führungskraft aus dem Team heraus. D.h. der plötzliche Rollenwechsel von der Kollegin zur Vorgesetzten und die dadurch veränderten Anforderungen machen einen Anpassungsprozess nötig, der kurzfristig mal Unsicherheit hinsichtlich Identität und Rolle auslösen kann.

Dies war ein kleiner Einblick in meine Arbeitsweise. Weiter geht es im nächsten Teil mit den Rahmenbedingungen, die ich für ein erfolgreiches Coaching für unabdingbar halte. Bis dahin wünsche ich eine gute Zeit!

Mein Coaching-Konzept

In den nächsten Tagen möchte ich Euch mal mein Coaching-Konzept vorstellen. Dabei gehe ich häppchenweise vor, aber anbei schon mal eine Übersicht, was Euch im Einzelnen erwartet:

  1. Mein Coaching-Verständnis
  2. Methoden und Wirkungszusammenhänge im Coaching-Prozess
  3. Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Coaching
  4. Mein konkretes Angebot
  5. Meine Haltung und mein Menschenbild als Coach

Starten wir heute mal mit meinem

Coaching-Verständnis

Grundsätzlich handelt es sich bei Coaching um eine Dienstleistung im Rahmen allgemeiner Lebenshilfe, die sich an psychisch gesunde Personen richtet. Jemand, der sich coachen lässt, ist nicht etwa unfähig oder bekommt sein Leben alleine nicht gebacken, sondern ist auf der Suche nach Weiterentwicklung und nimmt dazu gerne kompetente Unterstützung in Anspruch.

Ursprünglich stammen die Begrifflichkeiten „Coach“ und „Coaching“ aus dem Sport und beschreiben eine besondere Form der Begleitung von Menschen bei der Identifikation und Nutzung ihrer Potentiale, der Etablierung konstruktiver Denk- und Verhaltensmuster und dem Erreichen ihrer Ziele. Auch in der Führungspsychologie gibt es seit längerem den Ansatz der Führungskraft als Coach.

Coaching ist abzugrenzen von anderen Angeboten wie Mentoring oder Beratung.

Während Mentoring vor allem beziehungsorientiert und langfristig (z.B. strukturierte Mentoring-Programme zum Onboarding neuer Kolleg*innen, Wissenschaftsmentoring für Nachwuchswissenschaftler*innen) angelegt ist, hat ein Coaching einen konkreten Anlass (z.B. die erstmalige Übernahme von Führungsverantwortung oder eine persönliche Standortbestimmung und Zukunftsplanung). Coaching ist daher eher kurz- bis mittelfristig angelegt, kann aber je nach Themenstellung durchaus auch mal länger dauern.

Unterschiede bestehen ebenso zur (psychologischen) Beratung. Während Coaching nach meinem Verständnis Hilfe zur Selbsthilfe ist und vor allem darin besteht, die Klientin dabei zu unterstützen, die Antworten in sich und für sich selbst zu finden, ist es bei der (psychologischen) Beratung durchaus üblich, dass Tipps gegeben und Ratschläge erteilt werden.

Vor dem Hintergrund dieser feinen Unterschiede – denn allen Formen der Begleitung/Unterstützung ist natürlich das zentrale Werkzeug „Kommunikation“ gemein – definiere ich mich als Coach. Dabei ist mir wichtig, dass meine Klientinnen absolut freiwillig mit mir zusammenarbeiten wollen und sich als selbstbestimmte Wesen fühlen. Doch dazu mehr zu einem späteren Zeitpunkt. Wie ich arbeite und warum sich mein Angebot ausschließlich an Frauen richtet – das erfahrt Ihr in den nächsten Tagen.

Bis dahin wünsche ich schöne sonnige und produktive Tage!

Gratis Sommer-Kurzcoaching

2021 ist schon wieder zur Hälfte vorbei und nach einer hoffentlich erholsamen Sommerpause steht auch schon schnurstracks der Jahresendspurt an. Zeit für eine Zwischenbilanz – wo stehst Du jetzt, welche von Deinen für dieses Jahr geplanten Vorhaben hast Du schon umgesetzt? Wo lief es bisher nicht so, wie Du es gerne gewollt hättest? Um Dir Gelegenheit zu geben, diese Fragen zielführend zu beantworten und tatkräftig und energiegeladen in die 2. Jahreshälfte zu starten, verlose ich ein kostenloses Kurzcoaching (3 * 90 Minuten, online). Interesse? Dann bewerbe Dich bis 30.06.2021 per Mail an kontakt@melanie-elze-coaching.de. Erzähl mir, warum genau Du jetzt ein gratis Sommer-Kurzcoaching möchtest. Die Gewinnerin wird Anfang Juli 2021 von mir benachrichtigt – und dann kann es auch schon losgehen. Ich freue mich auf Dich!

PS: Das nächste Kurzcoaching verlose ich im Dezember 2021 für einen aufgeräumten und kraftvollen Start ins neue Jahr.